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Qualitätsvolle und charakteristische Stadträume
34 157

Optische Nachhaltigkeit bei Häusern - Schönere Neubauten

Beenden oder Reduzieren der derzeitigen monotonen, schmucklosen Einheits-Kastenbauweise, die Münchens Einmaligkeit völlig zerstört und die Stadt wie ein Gewerbegebiet aussehen lässt.
Beispiele: Friedenheimer Brücke/Wilhelm-Hale-Str, Hackerbrücke bis Donnersberger Brücke/Arnulfstr, Ackermannstr., Welfenstraße, Hirschgarten und "Parkstadt Schwabing", Wohntürme Siemensallee, Heckenstallerstr. , Maria-Einsiedel-Str., Roecklplatz Rodenstock-Garten)

Stattdessen Rückbesinnung auf die frühere Schönheit und Einmaligkeit Münchens.
Neubauten nicht an den 70ern orientieren sondern an klassisch-schöner Zeitlosigkeit, an harmonischen Altbauten mit Stil. Mehr Satteldächer statt endloser Flachdächer. Moderne Bauten durch beispielsweise weiße Fenstereinrahmungen oder Mauerabsätze optisch gefälliger machen. Wettbewerbe für die visuelle Verknüpfung von traditionellem Stil mit modernen Ansprüchen. Einbindung gestalterischer Elemente von früher in neue Bauten. Dem Altbau in seiner nachhaltigen Schönheit mehr Raum geben in großen, neuen Gebäuden.

München könnte beispielsweise dadurch einen neuen, eigenen Stil entwickeln, den es weltweit nicht gibt und nicht darauf hinarbeiten, dass eine unschöne und völlig austauschbare Betonkubenstadt entsteht, wie im Moment stark zu befürchten ist.

Die optischen Schäden, die im Moment täglich irreparabel entstehen, sind wesentlich größer als die früheren Kriegsschäden. Das Buch "Münchens 2. Zerstörung" zeigte den Weg, der zur Zeit in die 3. Zerstörung mündet.

Schlagworte: Altbau, Architektur, Stadtbild, Städtebau, Stadtentwicklung, Wohnen, Lebensqualität
106 Teilnehmer/innen unterstützen den Vorschlag
3 Teilnehmer/innen sind neutral
48 Teilnehmer/innen lehnen den Vorschlag ab

Erklärung: Die Bewertung dient der Ermittlung der besten 10 Ideen. Weitere Infos dazu in den „Häufigen Fragen“.

Kommentar Nr. 34

Antwort der Verwaltung

34

Sehr geehrte ChristineB,

haben Sie vielen Dank für Ihren Beitrag und Ihre engagierten Ausführungen im Gespräch mit Stadtbaurätin Merk und den Vertretern anderer Referate Ende Juli. Wir werden Ihren Beitrag in den Beschlussentwurf zur Fortschreibung der Perspektive München einbringen und dem Stadtrat vorstellen.

Zusammenfassend möchten wir für Sie, aber auch für alle anderen Interessierten, Folgendes zu Ihrem Beitrag sagen:

Genau wie Ihnen liegt uns die hohe Lebensqualität und der Wohnwert in München sehr am Herzen. Die Frage, was "gute" Architektur ist, versuchen wir durch die Beteiligung vieler am Planungsprozess und durch transparente Verfahren zu beantworten. Neubaugebiete und größere Umstrukturierungsmaßnahmen werden von der Stadtplanung durch Bebauungsplanverfahren gesteuert. Hier werden viele Beteiligte eingebunden - Bürgerinnen und Bürger, Politikerinnen und Politiker, Architektinnen und Architekten, Behörden und viele mehr.

Ein wertvolles Instrument für "gute" Architektur sind Ideen- und Realisierungswettbewerbe zwischen Architekturbüros, die von Jurys entschieden werden. Die Jurys werden in der Regel von Fachleuten wie auch von Vertretern des Stadtrats und der Bezirksausschüsse gebildet. Die Ergebnisse sorgen für eine hohe Qualität des Projektes. Genauso wichtig sind öffentliche Workshops, Veranstaltungen, Ausstellungen oder Werkstätten mit den Beteiligten und Fachleuten wie auch Beratergremien.

Eine wichtige Funktion hat auch die Kommission für Stadtgestaltung - hier werden regelmäßig und öffentlich wichtige Neubauten oder Umbauten diskutiert und Empfehlungen gegeben.

Da das Referat für Stadtplanung und Bauordnung zwar für die Planung zuständig ist, das Bauen aber Aufgabe von Bauherrn, Grundstückseigentümern und Bauträgern ist, versuchen wir, über diese Instrumente oder auch "Leitplanken" gute Bauten und gute Gestaltung zu fördern und zu fordern.

Nun sind Geschmäcker bekanntlich ja verschieden, so dass natürlich nicht alle die Ergebnisse gleich gut finden werden. Schließlich nennt man die Architektur ja auch die öffentlichste aller Künste. Viele vergessen, dass auch Stadtviertel wie Schwabing oder das Gärtnerplatzviertel zu ihrer (Bau-)Zeit sehr umstritten waren. Heute gelten sie als sehr attraktiv zum Leben und Wohnen. Bei aller Unterschiedlichkeit der Geschmäcker ist es also auch wichtig, neuen Gebieten ein wenig Zeit zu geben, so dass sich die Viertel und damit die Identität der Orte entwickeln können.

Nochmals herzlichen Dank für Ihren Diskussionsbeitrag zur "Perspektive München"!

Kommentar Nr. 1

Nicht noch mehr Nachverdichtung in gewachsenen Wohnvierteln

1

die permanente Nachverdichtung und das zubetonieren von jedem freien qm zerstört Lebensqualität und schafft Lebensbedingungen wie in einem Hühnerstall.

Kommentar Nr. 2

wohnungbau Verdichtung

2

ich wohne im Neubaugebiet Wilhelm-Hale-Strasse und hatte mich sehr auf meine Wohnung gefreut. Diese Freude ist definitiv vorbei, der städtplanerische Wahnsinn der hier passiert ist hat zur Folge dass ich aufgrund der sog. "Verdichtung" in einer Wohnung lebe in die die Nachbarn vollen Einblick in meine Wohnräume habe, d.h. ich habe keinen Funken Privat- oder Intimspähre mehr. Von allen Anlaufstellen an die ich mich mit diesem Problem wandte - da ich der Meinung bin dass diese Bebauung nicht rechtmäßig sein kann - erhielt ich keine Hilfe. Soviel zur Städtplanung München

Kommentar Nr. 3

Optische Nachhaltigkeit bei Häusern - Schönere Neubauten

3

Stimme als Bewohner einer der oben genannten Viertel (Hirschgarten) komplett zu. Die Architektur der Neubauten ist (größtenteils) stillos, bis hin zu inakzeptabel. Es gibt wenige Ausnahmen direkt am Rande des Parks bei den höherpreisigen Gebäuden. Ab dem Mittelpreissektment scheint der Gewinnmaximierung der Bauunternehmen keine Grenzen gesetzt. Architekturlinien scheinen hier ein unnötiger Luxus zu sein. Schöne Architektur muss aber nicht teuer sein. Kann die Stadt München hier eine stärke Steuerungsfunktion einnehmen? Hinzu kommt in diesem Viertel, dass keinerlei Raum für Einzelhandel, Restaurants, etc eingeräumt wurde. Damit vergibt man die Chance, dass das Viertel -übrigens eines der größten innerstädtischen Neubauprojekt hierzulande - jemals eine individuelle und attraktive Identität entwickelt.

Kommentar Nr. 4

Kuben

4

Oh sie sprechen mir aus dem Herzen. Völlig gesichtslos und die Herren/Damen Architekten und das städtische Personal verkauft dies als modern, zukunftsweisend oder was auch immer. Leider fehlt jeglicher Wohlfühlfaktor. Selbst ein Herr Borst wurde belächelt als altmodisch, weil seine Maxime war "...das Maß seines Bauens sei der Mensch..." und nicht irgendein funktionsloses Design. Was im übrigen nicht nur für Wohn-, sondern auch für Gewerbebauten gilt. Dort fühlt man sich häufig auch äußerst unwohl, schon wenn man nur das Gebäude erblickt, das man gleich betreten muß. Und nachgerade wird so getan, als ob diese Art des Bauens unumkehrbar sei. Es ist alles nur eine Frage des Wollens. Für den Mensch bauen und nicht um als obertoller Designfuzzi dazustehen, der von seinesgleichen dann wieder für den ach so tollen Wurf gefeiert wird. Möchte mal wissen, ob die Architekten dann auch in so kubistischen Würfeln leben und arbeiten oder ob sie für sich selbst besser planen.

Kommentar Nr. 5

lokaler Stil

5

Ich unterstütze das wenn es im Sinne von "Dieter Wieland, Bauen und Bewahren" gemeint ist.

Kommentar Nr. 6

Anmerkung aus Sicht der Verwaltung zu Kommentar 3

6

Sehr geehrte Diskutierende,
vielen Dank für Ihre Ideen und Beiträge. Zum Kommentar 3 folgende Anmerkung aus Sicht der Verwaltung:
Die Stadt München bemüht sich bei allen größeren Baugebieten um eine Qualitätssicherung nicht nur im Städtebau, sondern auch bei der Realisierung der Bebauung und Freiflächen. Für alle Baufelder „Am Hirschgarten“ gab es Wettbewerbe oder konkurrierende Planungsverfahren mit mehreren Architekturbüros. Für die Realisierung gibt es ein Beratungsgremium, dem freie Architekten und Landschaftsarchitekten, die Grundstückseigentümer, Vertreter des Referats für Stadtplanung und Bauordnung und des örtlichen Bezirksausschusses (BA 9) angehören. Dieses Gremium begleitet und berät die konkurrierenden Planungen bis zur Einreichung des Bauantrags in den wesentlichen Punkten. Grundlage der Beratungen ist ein Gestaltungsleitfaden, den das Gremium für das Gebiet entwickelt hat. Dieser Leitfaden formuliert Gestaltungsprinzipien (z.B. Farbkonzept), lässt aber auch gewisse Spielräume.
Und zum Einzelhandel: An der Wilhelm-Hale-Straße, im Bereich des zukünftigen Quartiersplatzes zwischen Schloßschmidstraße und Birketweg, entsteht derzeit ein neues Zentrum mit mehreren, unterschiedlich großen Läden sowie Gastronomie und Dienstleistungsangeboten. Das Zentrum soll Ende 2013/ Anfang 2014 fertig gestellt werden.

Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Hauptabteilung Stadtplanunng, Bezirk Mitte

Kommentar Nr. 7

Antwort zu Kommentar 5 von AISch

7

Ganz herzlichen Dank für Dieter Wieland, der mir bis dato tatsächlich unbekannt war. Zwei Filme von ihm habe ich mir angesehen und bin sowohl tief berührt als auch schwer begeistert von seinen Ansichten, Gedanken und Häuser-Betrachtungen, die sich - aktueller denn je - ohne Wenn und Aber auf das Jahr 2012 übertragen lassen.

(Frei nach Dieter Wieland, 1975) "Unsere Stadt soll häßlich werden", haben sie beschlossen. "Wir wollen unsere Stadt herunterwirtschaften zu einem Parkplatz für Banales, das freie Land verstopfen mit trübsinnigen Kisten, Verpackungen im DIN-Format, nichtssagend und trotzdem aufdringlich und laut. Beton, Glas und Stahl - für besonders schnelle Häuser das Make-Up der Gesichtslosigkeit. Am Ende bleibt nur das Korsett des öden Rasters, der Triumpf des rechten Winkels.
Von Anpassung, Einfügung, Rücksichtnahme auf Vorhandenes, Gewachsenes keine Spur. Solche Baugesinnung ist nur noch als brutaler Vandalismus zu bezeichnen. Welche Würde haben alte Häuser selbst noch in jämmerlichen Zuständen neben nichtssagenden Neubauten."

Mehr gibt es einfach nicht zu sagen.

Kommentar Nr. 8

schönere Neubauten

8

Wie auch die Gestaltung privater Einfamilienhäuser aufzeigt, mögen Menschen nicht unbedingt die kahle Architektur, die derzeit so sehr en voge ist bei Städteplanern und Architekten. Sie ist ihm nicht "heimelig" , Gemütlichkeit oft Fehlanzeige. Wie werden diese Stadtgebiete in 10 oder 20 Jahren aussehen, wer wird dort wohnen? Frühere sogenannte "modere " Wohnbauprojekte sind ein abschreckenes Beispiel. Müssen immer wieder die gleichen Fehler gemacht werden?

Kommentar Nr. 9

Danke an Urbani

9

Vielen Dank, Sie sprechen mir aus der Seele. Auch das ist meine größte Sorge (abgesehen davon, daß die Stadt JETZT unwiederbringlich zerstört wird): All diese Neubauten sehen jetzt schon kahl und äußerst unschön in ihrer kantigen Eintönigkeit aus, doch in 10 - 20 Jahren werden sie nur noch arm und heruntergekommen wie die jetzigen 70er-Jahre Relikte herumstehen. Diese Gebäude sind nicht darauf angelegt, in Würde zu altern. Das ist das erschreckende.
Wenn Sie das neue, noch nicht mal ganz fertiggestellte Agfa-Gebäude ansehen.....der untere braune Teil ist bereits jetzt derart verdreckt, daß man meinen könnte, eine Komplettreinigung wäre dringend fällig. Fährt man bei Dunkelheit auf das Gebäude zu, bekommt man einen guten Eindruck, welches Gesicht unsere Städte später einmal haben werden....es sieht aus wie leerstehend, ausgebrannt, heruntergekommen, die Menschen scheinen geflohen.
Den Architekten werden wir es nicht begreiflich machen können, die lieben seit 40 Jahren Purismus in Kuben-Format (leben aber dann doch gern im Bauernhaus..), aber vielleicht doch bei UNSEREN Städteplanern??
Die Investoren nicht zu vergessen, die die Grundstücke der Stadt abkaufen und neue klobige Schachteln in atemberaubendem Tempo draufsetzen. Wie können wir den Stadtplanern, Architekten und Investoren begreiflich machen, daß die allerwenigsten ihren eckigen Design-Glas-Beton-Stahl-Geschmack mit eckigen Design-Stein-Edelstahl-Grünflächen teilen?????
Die Welt ist rund und nicht eckig.

Kommentar Nr. 10

Vorbildfunktion städtische Gebäude

10

Ich kann dem Vorschlag uneingeschränkt zustimmen und allen bisherigen Kommentaren!! Die Stadt München sollte zudem bei ihren eigenen Bauten eine Vorbildfunktion bei der optischen Gestaltung ausüben.
Ich wohne in Sendling, dort wird derzeit in einer überwiegend noch durch Gründerzeithäuser geprägten Straße auf einem städtischen Grundstück nachverdichtet und ein größerer Gebäudekomplex errichtet, der in seiner groben Reckeckigkeit nur wuchtig und abschreckend wirkt, überhaupt nicht zu den übrigen Gebäuden in der Straße passt und dadurch die Lebensqualität vermindert. Nachverdichtung läßt sich nicht vermeiden, aber nicht so!!! Mir ist klar, dass die Stadt kostengünstig bauen muss, aber das ist wieder mal ein tolles Beispiel wie es nicht aussehen sollte.

Kommentar Nr. 11

Schönere Neubauten sind keine Frage des Preises

11

Es ginge auch anders, wenn die Zuständigen endlich etwas anderes zulassen würden. Oder liegt es an den Architekten, die seit langem nichts anderes mehr bauen (können?) außer uncharmanten Kubenbauten, auf die keiner gerne schaut?
Die Idee, daß es wieder eine größere Rückbesinnung auf zeitlos schöne Architektur gibt , diese vermehrt bei Neubauten berücksichtigt wird und München so wieder ein attraktiveres Gesicht bekommt, müsste aber so bald als möglich umgesetzt werden, bevor es ganz zu spät ist.

Kommentar Nr. 12

Architektur an früherem Industriebauten-Stil orientieren

12

Ein Hochhaus, das z.B. einem großen, jedoch schlichten Altbau ähnlich sieht, wäre eine wirkliche Bereicherung und mal etwas für's Auge, eine Abwechslung und obendrein etwas noch nie Dagewesenes. Ein ganz schönes Beispiel für schlichte, harmonische Formen mit langlebiger Klasse ist das Ullstein Haus in Berlin, an dieser Art angelehnt könnte man problemlos Wohn- und Hochhäuser mit optischer Langlebigkeit bauen.

Alte Industriebauten gäben genügend Ideen her für heutige, schönere und nachhaltigere Architektur!

Zudem wäre der z.T. brutale Bruch zur Umgebung abgemildert und durch die zeitlos-klassische Optik kann man solch ein Hochhaus noch in 20 Jahren ansehen - über die jetzigen wird man nur noch den Kopf schütteln und sich fragen, wie man jemals so bauen konnte!!

Kommentar Nr. 13

Antwort an Referat für Stadtplanung und Bauordnung

13

Sehr geehrtes Referat für Stadtplanung und Bauordnung,

Qualitätssicherung ist ein Punkt, ein anderer ist jedoch auch die Optik und der Stil all dieser Neubauten. Seit langem werden in München nur noch Kuben mit Flachdach gebaut, die alle sehr den 70er Jahren-Schachteln ähneln, die bis heute viele schöne Ecken in und um München verschandeln und allen ein Dorn im Auge sind. Nun muß man sich tatsächlich fragen, ob das Beratungsgremium inkl. Architekten, Grundstückseigentümern und Vertretern des Referats ausschließlich aus Betonkuben-Liebhabern besteht, da sie alle gleich nichtssagend aussehen und alle gleichermaßen das Stadtbild zerstören. Diese Betonkuben, die an Gewerbegebiete erinnern, mögen die Menschen nicht und parallel zur Anzahl dieser Kuben wächst die Zahl derer, die sich dagegen auflehnen. Es liegt nicht an den Kosten, es liegt am nicht nachvollziehbaren "eckigen" Geschmack der Stadtplaner. Bestes Beispiel: Am Roecklplatz wurden in den 70ern wirklich abscheuliche Betonklötze mitten in ein Altbaugebiet gesetzt, Schandmale bis zum heutigen Tag. Die Neubebauung des Rodenstock-Geländes orientiert sich in Stil und Form genau an diesen unsäglichen 70er-Relikten, selbst das wunderschöne gelbe Altbau-Eckhaus darf abgerissen werden und wird durch eine Kuben-Trutzburg ohne jegliche Rücksicht auf die Umgebung ersetzt.
Das ist, was uns Bürger so derart wütend macht!! Da sollte die Stadtplanung mitsamt den Architekten vielleicht endlich einmal andere Formen in Betracht ziehen.

Kommentar Nr. 14

0-8-15-Architektur ohne Charme

14

Ein Blick von der Donnersberger Brücke in Richtung Bahnhof reicht und es wird klar, wie erschreckend einfallslos gigantische Flächen mit austauschbarer Architektur zugepflastert werden.

Das ist dann wohl Globalisierung im Städtebau!!! Architektur braucht Individualität und die Fähigkeit, Menschen Wohlfühlräume zu schaffen.

Mitanzusehen, wie intakter Altbaubestand diesen Retortengebäuden von der Stange weichen muss, ist unerträglich!

Kommentar Nr. 15

Bitte Schluss mit Einheitsklotzbrei

15

Mir graust es vor dem München, wie es in 10 Jahren sein muss: Alles grau, eckig, trist, zugebaut. Da können wir auch gleich in der Matrix wohnen. Wohlfühlen = Fehlanzeige.

Eine S-Bahn-Fahrt von Pasing zum Hauptbahnhof macht einen schon latent depressiv. Schaut man rechts oder links aus dem Fenster raus, gibt es nichts Schönes, an dem das Auge hängenbleiben könnte. Oh, naja, das Hauptzollamt ist immerhin kein grauer Betonklotz aber egal - es ist nicht nur dort, es ist überall. Wo immer Baufläche entsteht oder bezaubernde alte Häuser abgerissen werden, verwirklicht sich ein ideenloser praktischdenkender und baukostenbewusster Architekt. Oder wird aufgrund des Kostendrucks zum Klötzchenbauer.

Ich finde auch, dass München sich erfrischend abheben könnte, wenn in architektonischer Hinsicht mehr Kreativität walten dürfte und nicht immer gleich abgerissen wird, wenn renoviert oder saniert werden könnte.

Kommentar Nr. 16

Weitere Ideen zum Thema Stadtbild

16

Liebe Teilnehmende,

weitere interessante Ideen zum Thema Stadtbild, die Sie kommemtieren und bewerten können, finden Sie über die Schlagwortwolke:

http://muenchen-mitdenken.de/diskussion?schlagwort=Stadtbild

Weiterhin viel Spaß beim Diskutieren und beste Grüße,
Katja Kockel (Moderation)

Kommentar Nr. 17

JAAAAA!

17

Endlich eine Idee die mir tief aus der Seele spricht! Ich finde München verliert mehr und mehr seinen Scharm. Alte Häuser werden abgerissen obwohl erhaltenswert und gesichtslose kubusförmiger Schuhkartons hingestellt. Hier muss dringend etwas passieren!!! Altstadt: Wiederaufbaupflicht vom Vorkriegszustand bei freien Flächen und Abrissen. Rekonstruktion des Marienhofes. Vorbild: Dom/Römer-Projekt-Frankfurt.

Kommentar Nr. 18

Pauschalurteil "Eckig, kantig etc."

18

Ich teile die Auffassung, dass Neubauten häufig kein angenehmes Wohnmilieu erzeugen. Über die Ursachen bestehen allerdings recht merkwürdige Auffassungen! So z.B. dass der rechte Winkel zwangsläufig banale Architektur erzeugt – ein kurioses Pauschalurteil! Zahllos die Beispiele, die das Gegenteil belegen. Ähnlich beliebt ist die Schmähbezeichnung „Betonkubus“.
Diese Kategorisierung ist zu pauschal und zielt am Kern der Sache vollkommen vorbei. Körper- und Raumform, Ordnungsprinzip, Maßstab, Größenverhältnisse, Detailausbildung und Oberflächenqualität sind die wesentlichen Stellschrauben architektonischer Gestaltung.
Wenn ein Gebäude grob wirkt und sich nicht in sein Umfeld einfügt, mangelt es an einer individuellen Gestaltung dieser Eigenschaften, die den jeweiligen Bedingungen gerecht wird.
Wie unsere Kleidung kommt eben auch die Architektur immer häufiger von der Stange.
Und das, obwohl Architektur noch viel mehr vom Kontext abhängt als Kleidung. Architekten können nur liefern, was auch nachgefragt wird.
Sehnsüchte und Verbraucherverhalten liegen da sehr weit auseinander. In unseren Stadtbildern spiegelt sich die Gesellschaft: Das allgemeine Preisniveau erlaubt ein bestimmtes Budget. Da die Wunschliste rein technischer Anforderungen bereits kostspielig ist, bleibt für eine sorgfältigere gestalterische Durcharbeitung wenig Reserve. Will die Gesellschaft zu einem künstlerisch höherwertigen Bauen zurückfinden, so muss sie dieser Aufgabe mehr Gewicht geben.

Kommentar Nr. 19

Betr.: die Anmerkung aus der Sicht der Verwaltung

19

Das Problem ist, dass sich die Architekten als Berufsgruppe in arroganter Weise von der restlichen Bevölkerung (die in den Häusern, die die Architekten bauen, wohnen muss) abgegrenzt hat.

Und die modernen Architekten besetzen nicht nur die Planungsbüros, die die Häuser entwerfen, sondern auch die Gremien, die über die Gewinner von Architekturwettbewerben etc. entscheiden. Ein inzestuöse Situation.

Der typische Bewohner der so entstehenden Häuser kommt gar nicht zu Wort.

Ich habe ein paar Architekten in München persönlich kennengelernt. Sie wohnen selbst in schönen Altbauwohnungen, entwerfen aber rechteckige, unmenschliche Glas-, Beton- und Stahl-Kästen und fühlen sich dabei wie Mies van der Rohe. Die Produkte dieser Leute sind zwar noch erträglich, wenn sie nagelneu und frisch geputzt in der Sonne stehen. Aber sobald sich eine natürliche Patina auf solche Gebäude legt, werden sie deprimierend und bedrohlich.

Mit anderen Worten, die moderne Architektur mit ihrer Schnörkellosigkeit und Einfallslosigkeit altert schlecht. Sie entwickelt keinen Charme. Sie ist daher unmenschlich und letztlich eine schlechte Investition.

Die Stadt München wäre gut beraten, den Vorschlag von ChristineB zu beherzigen und einmal Außenseiter in die Beratergremien einzusetzen, um die sich selbst verewigende architektonische Verirrung zu beenden und wieder Häuser für Menschen statt für Architekten zu bauen.

Kommentar Nr. 20

Stadt- und Anstatt-Ansichten

20

Ja, man kennt die Argumente. Die häßichen Rendite-Bunker und die Sehnsucht nach baulicher Ästhetik, die Rechenbarkeit von Investitionen und der Symbolcharakter der Architektur für eine Stadt.
Realpolitiker sagen an dieser Stelle: Städtebau ist kein Wunschkonzert. Der Markt hat seine Regeln. Warum ist der Glaube an die selbstregulierenden Kräfte des Marktes auf jedem Sektor falsch?
Weil Gier nicht denkt. Nicht einmal bis zur nächsten Generation. Und Häuser haben nun einmal eine unangenehm lange Verweildauer im Stadtbild.
Wer geht nicht am Kaufhof am Marienplatz vorbei ohne das starke terroristische Gelüst nach einer Sprengung?
Der Tandlerstadel nennt sich südländisch ambitioniert "Galeria" und wirkt doch so, als hätte der Architekt die Landung der Alliierten nicht in der Normandie sondern in München Stadtmitte erwartet.
Es geht nicht darum, "unser Dorf soll schöner werden". Das war ohnehin nur ein Stimulus für die Blumenkästen-Hersteller.
Häßliche Architektur wie derzeit in aller Eile hochgezogen, macht - gelinde gesagt - ungute Menschen. Weil sie ihre Würde verletzt. Weil sie nicht der Aufgabe nachkommt, jetzigen und künftigen Generationen Ästhetik zu vermitteln. Ästhetik mag wie ein Luxusartikel klingen, doch sie ist essentiell.
Wenn die Stadt sich als machtlos deklariert, sei daran erinnert, dass sie ein reiches Repertoire an Folterwerkzeugen besitzt, um Rahmen und Richtlinien vorzugeben. Bei der Unterbindung von "Wolkenkratzern" hat es zumindest funktioniert.

Kommentar Nr. 21

Volle Zustimmung - Ästhetik ist essentiell !

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Liebe ChristineB,

Sie sprechen mir aus dem Herzen! Es betrifft die Würde der Menschen, wie sie wohnen (müssen) und prägt nachwachsende Generationen, deren Lebensqualität man auch in München immer mehr dem schnellen Profit einiger Weniger opfert. Die Beiträge in diesem Forum sprechen eine deutliche Sprache dazu, wie wir MünchnerInnen uns inzwischen fühlen, s. auch zu den Stichworten Stadtbild, Nachverdichtung, Stadtklima, Luftverschutzung, 100000 Bäume, Grünflächen, Flughafenausbau usw. .... Wenn die Stadtverwaltung es WIRKLICH ERNST meint mit der Bürgerbeteiligung und dies hier nicht nur eine Alibiveranstaltung ist, dann müßte ab sofort eine Änderung spürbar werden! Ich hoffe es sehr ....

Kommentar Nr. 22

Schön oder/und nachhaltig

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Was schön ist und was nicht liegt im Auge des Betrachters und der Betrachterin. Auf diese Diskussion kann man sich nur schwer einlassen und eigentlich auch nur verlieren. Viel wichtiger scheint mir der Umgang mit vorhandener, nutzbarer Bausubstanz - egal ob aus dem 19. oder 20 Jahrhundert. Müssen wir abreisen, um die Nutzbarkeit der Gebäude zu verbessern oder ist eine Sanierung und eine nachhaltige Nutzungsperspektive nicht im Sinne einer ablesbaren Stadtgeschichte? Schön oder nicht schön: Gebäude aus den 60er und 70er Jahren werden heute als unrentable Altbauten bezeichnet, um die Grundstücke möglichst wertsteigernd neu zu bebauen. Aber diese neuen - schöne oder nicht schöne - Gebäude sind in 40 Jahren auch Altbauten. Und dann?

Kommentar Nr. 23

Derzeitige Architektur

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Freue mich sehr, auf so viele "Gleichempfindende" zu treffen. Ich gehe jeden Tag an den "Welfenhöfen" vorbei, um mich "abzuhärten" - erfolglos, immer wieder ensteht in mir der unten beschriebene "Kaufhofreflex" zum dringenden Drang nach Sprengung.
Liebe Architekten und Planer: die Welt hat tatsächlich nicht nur eine Form zu bieten: die Ecke, nein, es gibt in unserer Umwelt eine reichhaltige Formensprache! Vermögen Sie jene nicht mehr zu sehen oder fehlt es gar an der Fähigkeit, andere Formen umzusetzen ?
Was die Schilderung der ach so mannigfaltig besetzten Gremien anbelangt, so rate ich dringend zu einer Umbesetzung, wenn da schon seit Jahren nichts Besseres herauskommt. Man scheint sich da in der gemeinsamen Unfähigkeit und fehlendem ästhetischen Empfinden zu suhlen...Sie haben nicht das Recht, sich über das ästhtische Empfinden der Bürger Münchens jetzt schon über Jahrzehnte hinaus hinwegzusetzen und unserer aller Stadt auf Jahre nicht wieder gut zu machenden Wunden hinzuzufügen - eine dritte Zerstörung Münchens! Ansonsten empfehle ich zur Schocktherapie eine "Umsiedelung" der dafür verantwortlichen Entscheidungsträger und Planer aus ihren kuscheligen und weit ästhetischeren (aber für den Normalbürger bereits unbezahlbaren) qualitätvollen Altbauwohnungen und Bauernhöfen in ihre ach so tollen "Eigenkreationen". Und für den Rest der Ästheten fände ich es prima, wenn wir ein Gremium finden könnten, in dem wir uns zusammenschließen, austauschen und protestieren könnten!

Kommentar Nr. 24

Hinweis der Moderation

24

Hallo Mondfee,

ob ironisch oder ernst gemeint: Äußerungen wie zum Bespiel "dringenden Drang nach Sprengung" oder "eine dritte Zerstörung Münchens." können zu unnötigen Spannungen in der Diskussion führen.
Im Sinne des fairen Dialoges versuchen Sie bitte auf Aussagen zu verzichten, durch die sich andere Teilnehmende oder Zugehörige einer Personengruppe angegriffen oder beleidigt fühlen könnten.

Vielen Dank und beste Grüße,
Katja Kockel (Moderation)

Kommentar Nr. 25

Derzeitige und zukünftige Architektur

25

Ich kann mich der Mondfee nur anschließen. Mit jedem einzelnen Wort und mit der gesamten Verzweiflung, Wut und Hilflosigkeit, was die Stadtplanung und Architektur anbelangt.
Das neue ADAC-Riesengebäude ist auch nicht wirklich schön, aber es ist wenigstens endlich mal RUND!!!!
Das, was die Eck-Architekten uns da seit Jahren vor die Füße bzw. Augen klatschen, sind leider keine Wunden mehr, sondern schmerzhafte Amputationen einer ehemals schönen Stadt.
Das hat mit Modernität nichts mehr zu tun sondern mit Einfallslosigkeit, Monotonie, Tristesse und längst überholtem Purismus, der mittlerweile in öder Kargheit oder albernen Asymmetrie-Versuchen gipfelt.
Begreift die Stadtplanung denn nicht, daß diese Bauten keinerlei Zukunft haben sondern nur Stadt und Lebensqualität völlig zerstören??

Kommentar Nr. 26

Derzeitige Architektur

26

Sehr geehrte Moderatorin, liebe Mitdiskutierende,

ich bin natürlich kein Anarchist und akzeptiere selbstverständlich andere "Geschmäcker". Daher würde ich nie fremdes Eigentum beschädigen, obwohl ich andererseits tatsächlich täglich durch den Anblick der diskutierten Architektur verletzt werde! Nun mag man darüber lächeln, aber ich fühle körperlichen Schmerz über das, was ich Tag für Tag mehr zu Gesicht bekomme und gegen das ich seit Jahren nichts tun kann. Ebensowenig wie ich vor den kommenden Generationen werde rechfertigen können, wie wir diese "Umgestaltung" unserer Stadt denn zulassen konnten! Aber diese Probleme scheinen die Verantwortlichen nicht zu haben.

Kommentar Nr. 27

Schönere Neubauten

27

Je häßlicher und stilloser die Neubauten, desto schöner finden es anscheinend unsere Stadtbauräte.
Bald haben wir ein so anonymes und geschmackloses Stadtbild wie viele Städte im Ruhrgebiet bzw. im ehemaligen Osten. Der Flair Münchens ist schon lange dahin.

Kommentar Nr. 28

Lebendigere Architektur u.Stadtstrukturen durch frühzeitige Partizipation!

28

Frühzeitige Partizipation der künftigen Bewohner/innen und Nutzer/innen bringt erfahrungsgemäß auch lebendigere Architektur, da die Architekten eine Baustruktur zugrundelegen müssen, die eine Mitgestaltung der Menschen ermöglicht und sie ins Gesamtgestaltungskonzept einbeziehen kann.
Baugemeinschaften und Genossenschaften bringen hierfür oft guteebendige Beispiele. Der anonym vermarktete Wohnungs- oder Geschäftsbau ist oft durch langweilige Schachtelbauweise gekennzeichnet.
Kann frühzeitige Partizipation im Bebauungsplan- und Entwurfsverfahren nicht zur Vorschrift werden?

Kommentar Nr. 29

Verständnis

29

An Mondfee
Da geht es Ihnen wie mir. Ich bekomme tatsächlich richtig Magenschmerzen beim Anblick der meisten Neubauten und bei jeder Bautafel!!
Und ich weiß, daß es sehr vielen, um nicht zu sagen den meisten, ähnlich ergeht. Im Gespräch mit unterschiedlichsten Menschen hat sich das bestätigt......egal, ob Taxifahrer, Marktfrau, Manager, Student, Filmer, Kreative, Verkäufer....sie alle leiden wegen dieser Architektur!

Kommentar Nr. 30

Wer sind die Ablehner??

30

Was mich interessieren würde, sind die Kommentare der bisher 31 Personen, die den Vorschlag ablehnen. Von denen hat erstaunlicherweise nicht ein einziger etwas geschrieben.

Welche Gründe gibt es für ein Nein? Wer befürwortet die Betonklotzisierung, die Eintönigkeit und kalte Glätte? Wer fühlt sich auf Dauer und lange Sicht zwischen kahlen Schachteln wohl? Wer möchte gerne in einem Gewerbegebiet wohnen? Wer ist gegen die langlebige Schönheit von Altbauten?
Ist das die geballte Kraft der Architektenkammer, Investoren und Bauträger?

Kommentar Nr. 31

Wettbewerb

31

Ich finde die Idee mit dem Wettbewerb, dass Architekten Vorschläge für Neubauten jeglicher Größenordnung abgeben, die sich an Altbauten, alten Industriegebäuden oder klassischen Stilen orientieren, wirklich herausragend! In allen Lebensbereichen gibt es Wiederauflagen der alten, formschönen Dinge: Bei Autos, Möbeln, Verpackungen, Bekleidung - warum nicht schon längst bei Häusern?
Wie hier oft erwähnt, leben Architekten selbst meist in wunderbaren Altbauten oder im Bauernhaus. Niemand weiß, warum sie uns dann seit Jahrzehnten derart scheußliche Schachteln bauen.

Liebe Stadtplanung, gebt einem neuen Stadtbild eine Chance und den Bauträgern eine Richtung vor! Neubauten, die in unmittelbarer Nähe von alter Bausubstanz stehen, bedürfen dringend mehr Leitlinien, Vorgaben und Auflagen, um sich in das Stadtbild zu integrieren. Der so beliebte "moderne Kontrast" ist pure Geschmacklosigkeit und vergewaltigt alte Strukturen!

Das Paulanergelände am Nockerberg wäre ein super Start!!!!

Kommentar Nr. 32

Aller Anfang ist der Bebauungsplan - Das Diktat des rechten Winkels

32

Ob Neue Messe, alte Messe, Arnulfpark, Ackermannbogen, Schwabing nord, Freiham süd, Hirschgarten usw. -
die Ära unserer ehemaligen Stadtbaurätin hat scheinbar überall in München nur triste, streng rechtwinklige bauträgeroptimierte Bebauungspläne hervorgebracht.
Daran muss sich der Architekt nunmal zwingend halten und kann dann vielleicht noch versuchen, wenigstens Grundrisse und Fassaden "menschlich" zu gestalten, bis dann sein Brötchengeber, der Bauträger kommt und ihm dies dann aus Kostengründen zusammenstreicht. Den interessierts nämlich nicht, ob sich die Bewohner wohlfühlen werden: Billig muss es sein und in München bekommt man ja derzeit eh alles verkauft...
Das diese Stadtteile in 30 Jahren vielleicht leer stehen werden interessiert nicht. Reißens wir halt wieder ab und bauen was Neues!
Muckt der Architekt auf, bekommt er halt keine Aufträge mehr. Friss Vogel oder stirb.

Dazu kommen lieblose Plätze, die vielleicht als Busparkplatz verwendbar sind aber leider nicht zum Verweilen einladen.

Es keimt jedoch ein zartes Pflänzchen der Hoffnung auf: In Freiham nord kann man erste Abweichungen vom Diktat des rechten Winkels erkennen.

Kommentar Nr. 33

Stadtbaurat der Vergangenheit

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Lieber DonPedro, leider ist es so, daß in der Ära unserer ehemaligen Stadtbaurätin nicht so viel gebaut wurde wie jetzt, d.h. die wesentlich größeren und massiveren architektonischen Zumutungen entstehen im Augenblick, leider in Massen und man weiß jetzt schon bei jedem Abriß, was auf uns zukommt, da es keine großen Unterschiede gibt.
Apropos zartes Pflänzchen: In Grünwald sind soeben zwei zeitlose, "langlebige" Neubauten in der Münchner Straße, gegenüber vom Alten Wirt, entstanden, die endlich wieder mal schön anzusehen sind, sich in die Umgebung einfügen und auch noch in 50 Jahren gut aussehen werden.
Es geht also, wenn man nur will.