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Wie stehen Sie zu diesem Vorschlag?

Die Bewertung ist abgeschlossen. Die am besten bewerteten Ideen finden Sie unter "Beste Ideen"
Solidarische und engagierte Stadtgesellschaft
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Neue Gründerzeiten einläuten

Auf Brachflächen und in leerstehenden Gebäuden werden - auch wenn es nur ganz kurz ist - temporäre Spiel-, Sport-, Veranstaltungs-, Atelier- oder Probenräume bzw. -orte eingerichtet. Das "Bespielungskonzept" wird unter fachlicher Leitung (didaktisch/juristisch etc.) von den künftigen Nutzern (Investoren, Käufer etc.) und Gruppen vor Ort (Vereine, Schulen, soziale Träger etc.) gemeinsam entwickelt und verantwortet. So können die "alten" Nachbarn von Veränderungen profitieren, "neue" Nachbarn im Quartier ankommen und das gemeinsame Projekt Identität stiften. Von dieser "Gründerzeit" profitieren nicht nur Eigentümer, Entwickler und Käufer sowie die temporären Nutzer, sondern das ganze Quartier, besonders wenn ein Raum- oder Aktivitätsangebot es dauerhaft ins Neubau- oder Nutzungskonzept schafft. Es sollten Möglichkeiten geschaffen werden, dies bei der Vergabe von Grundstücken oder Schaffung von Baurechten zu "belohnen".

Schlagworte: Zwischennutzung, Identität
26 Teilnehmer/innen unterstützen den Vorschlag
1 Teilnehmer/innen sind neutral
8 Teilnehmer/innen lehnen den Vorschlag ab

Erklärung: Die Bewertung dient der Ermittlung der besten 10 Ideen. Weitere Infos dazu in den „Häufigen Fragen“.

Kommentar Nr. 1

Neue Gründerzeit: Erfahrungen mit Bespielungskonzepten?

1
Hinweis der Moderation

Vielen Dank für diese Idee. Gibt es bereits Erfahrungen mit solchen "Bespielungskonzepten" in München oder anderen Städten? fragt Daniela Riedel (Moderation)

Kommentar Nr. 2

Praxis-Beispiele dazu?

2

Flächen: In Kopenhagen-Orestad gab (gibt?) es auf noch brachliegenden Baufelder temporäre Spiel- und Sporteinrichtungen. Wie das zwischen Behörden, Bauträger und Nutzern organisiert wurde, müsste man sich dazu näher anschauen. Berlin-Prinzessinnengärten profitieren möglicherweise davon, dass der Nutzungsdruck dort nicht so hoch ist (liegenbleibende Flächen muss man sich leisten können oder wollen...)
Gebäude: Puerto Giesing/ Tegernseer Landstraße dürfte bekannt sein.

Wesentlich ist wohl (Z. Spindler fragen), dass der Umfang der Temporärnutzung sowie das absehbare Ende der Zwischennutzung immer klar kommuniziert wird, um Zündeleien z.B. in der Presse vorzubeugen (siehe Polemisierungen, als die Atelierräume in der ehem. Funkkaserne/"Domagkateliers" weniger wurden).

Kommentar Nr. 3

Zürich's Zwischennutzung von Brachen

3

Auch in der Stadt Zürich sind Räume und Freiflächen für temporäre Zwischennutzungen Mangelware. Umso erfreulicher, dass es positive Privatintitiativen, wie die www.stadionbrache.ch gibt, welche die Stadt wohlwollend unterstützt:

Ende Juni 2011 hat die Stadt Zürich dem Verein Stadionbrache das Areal in "Gebrauchsleihe" abgegeben, für eine quartierverträgliche, nicht kommerzielle Zwischennutzung bis zum Baubeginn des neuen Hardturmstadions....

Kommentar Nr. 4

z.B. das Sendlinger Tor

4

Beim Sendlinger Tor finde ich diesen Vorschlag nicht nur als Zwischennutzung gut sondern auch als Dauernutzung. Es ist schade, dass die beiden Türme so "nutzlos" da herunmstehen. Ich stelle mir dort Ausstellungen von Künstlern vor. Wechselde Kulturelle Veranstaltungen.
Leider kenne ich nicht den Zustand der Innenräume. An wen kann ich mich wenden um da Einblick zu erhalten?

Kommentar Nr. 6

Hinweis der Verwaltung

6

Sehr geehrte/r noreAmü,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Aus Sicht der Verwaltung dazu folgende Anmerkungen:

Grundsätzlich steht die Stadt München dem Thema Zwischennutzung sehr positiv gegenüber. Sobald städtische Flächen, die sich zur Zwischennutzung eignen, verfügbar sind, veröffentlichen wir diese auf unserer Internetseite unter http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Kommunalreferat/immobilie...

Was das Sendlinger Tor betrifft: Hierbei handelt es sich um eines von drei erhalten gebliebenen Stadttoren der historischen Münchner Altstadt, die im Zuge der zweiten Stadterweiterung im frühen 14. Jahrhundert gebaut wurden. Dazu gehören auch das Isartor und das Karlstor.

Die Stadtmauerreste, die an das Sendlinger Tor anschließen, sind bereits jetzt mit Geschäften belegt. Das Tor bzw. seine Türme hingegen sind leider nicht nutzbar. Der Zugang ist nicht ordentlich erschlossen, aufgrund des Denkmalschutzes ist eine bauliche Veränderung der Türme nicht möglich.

Kommunalreferat

Kommentar Nr. 5

Hinweis der Moderation

5

Hallo noreAmü,

vielen Dank für Ihren Kommentar! Wir leiten Ihre Frage gerne an die Münchner Stadtverwaltung weiter.

Mit besten Grüßen,
Maria Brückner (Moderation)

Kommentar Nr. 7

Thema erweiterbar!

7

Das Thema wäre sicher sich auch auf andere Nutzungen erweiterbar, z.B. leerstehende Handelsflächen, die auch als solche, aber temporär / Beispiel pop-up-stores, genutzt werden können.
Damit könnte mancher "Handelsbrachfläche", die für eine "Standard-Handelsnutzung" nicht mehr funktioniert, wieder neues Leben eingehaucht werden, wovon auch das Umfeld profitieren kann.
Dazu braucht es aber auch wieder hauptsächlich die privaten Eigentümer, die bei so etwas mitspielen und wohl auch jemand, der sucht, findet, konzipiert, organisiert... (der sog. "Kümmerer", wie in der Veranstaltung München Nord gefordert).