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Qualitätsvolle und charakteristische Stadträume
18 99

Belebung und Stärkung der Stadtteile

Die urbaneren Münchner Stadtteile wie Haidhausen, Neuhausen, Isarvorstadt, Schwabing oder Westend bieten eine besondere Vielfalt an individuellen Geschäften, Tagescafes und kreativen Oasen wie Werkstätten und Ateliers. Diese gilt es im Gesamten zu stärken und zu schützen. Zum Beispiel durch eine entspanntere Stadtteilpolitik - konkret geht es um die Nutzung öffentlicher Flächen vor den Ladengeschäften und Gastronomien oder die Belebung durch Veranstaltungen im gesamten Stadtteil, wie die beliebten Hofflohmärkte oder Kunst- und Ateliertage. Dazu zählen auch Nachbarschafts- und Straßenfeste auf hochwertigem qualitativen Niveau für Familien mit Kindern. Auch die Förderung von kleinen Stadtteilkinos oder Kulturstätten sollte unterstützt werden. Der Charakter der Viertel sollte erhalten werden. Der Fokus einzelhandelsspezifisch nicht nur auf eine Innenstadt gelenkt werden. www.viertelvorstadt.de

Schlagworte: Flohmarkt, Freizeitmöglichkeiten, Kultur, Kunst, Stadtteile
83 Teilnehmer/innen unterstützen den Vorschlag
3 Teilnehmer/innen sind neutral
13 Teilnehmer/innen lehnen den Vorschlag ab

Erklärung: Die Bewertung dient der Ermittlung der besten 10 Ideen. Weitere Infos dazu in den „Häufigen Fragen“.

Kommentar Nr. 19

Antwort der Verwaltung

19

Sehr geehrter Herr Götz,

auch wir sind überzeugt davon, dass München auch deshalb so attraktiv ist, weil die Stadtviertel rund um die Münchner Altstadt so vielfältig und interessant sind.

Ein buntes Leben kann in den Vierteln dann erlebt werden, wenn es Orte gibt, die alle einladen zu verweilen: auf den Weg in ein Museum, auf den Spielplatz, zum Einkaufen oder ins Café...
Wir suchen und nutzen unsere Spielräume, um die Qualitäten dieser Stadtteilzentren zu erhalten und zu stärken. Schriftlich verankert und vom Stadtrat beschlossen ist diese Leitidee sowohl im Innenstadt- als auch im Zentrenkonzept der Stadt München.

Wenn Sie mögen, können Sie sich unter folgenden Links näher vertiefen:
http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Stadtplanung...
und
http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Stadtplanung...

Bei konkreten Projekten und Planungen gehen die Meinungen dabei oft weit auseinander, wie der öffentliche Raum bespielt werden soll. Darum gilt besonders auch für die Stadtteilviertel: Es darf und soll weiter diskutiert werden!

Herzlichen Dank für Ihren Diskussionsbeitrag zur "Perspektive München"!

Kommentar Nr. 1

Nutzung öffentlicher Flächen

1

Ich unterstütze Ihren Vorschlag, möchte aber anmerken daß ich der sowieso schon schleichend zunehmenden Nutzung der öffentlichen Flächen (also der Gehwege vor den Geschäften und Lokalen) recht kritisch gegenüberstehe.
Gerade in den genannten "urbanen Stadtteilen" stößt man oft auf Aufsteller und Auslagen die so sicher nicht genehmigt sind weil sie den Fußgängerverkehr massiv behindern. Ebenso verhält es sich mit kleinen Cafés und Kaffeebars die offenbar selbstverständlich davon ausgehen, daß Sie ohne Sondernutzung zu beantragen Stühle und Tische aufstellen dürfen...

Kommentar Nr. 2

Nutzung öffentlicher Flächen / Anmerkung

2

Selbstverständlich muss eine Nutzung vor einem Ladengeschäft oder Tagescafe in einem "ordentlichem" Rahmen ablaufen. Allerdings ist die Stadt eher streng gegenüber den kleinen Läden im Viertel, da wird oft schon der kleinste Aufsteller, Blumentopf oder Postkartenhalter bemängelt, obwohl der Gehsteig sogar für zwei Kinderwägen reichen. Hinzu kommt, dass jeder vom Inhaber hingestellte und aus eigener Tasche bezahlter Blumentopf die Straße verschönert. Und genau das macht ja ein einladendes und ansprechendes Stadtquartier aus ...

Kommentar Nr. 3

@Hr. Götz

3

"Verschönern" ist immer relativ, und wie Sie selbst sagen: das Einhalten der Spielregeln, egal wie streng sie sind, gehört nunmal zum Spiel.
Vielleicht sollte sich die Kreativität der Ladenbesitzer einfach manchmal mehr im Laden wiederspiegeln und weniger davor...
Und wie breit der Gehsteig auch immer sein mag, er "gehört" der Öffentlichkeit, und wer Ihn mit kommerzieller Absicht nutzen möchte (dazu gehört nunmal auch ein potentiell verkaufsfördernder Blumentopf) der muss diese Nutzung beantragen und bezahlen.

Kommentar Nr. 4

@fastforward

4

... genau um diese Spielregeln geht es doch u.a. bei "München MitDenken". Das die Regeln in München teilweise wesentlich strenger sind als in anderen Städten - dies sollte zum Nachdenken anregen. Es geht darum attraktive Lebensräume zu schaffen und "freundlich" zu gestalten und nicht immer wieder neue Regularien der Regularien aufzustellen. Manche Straßen wirken unglaublich trist und eintönig. In manchen Stadtteilen muss die Stadt München sogar durch Projekte wie die "Soziale Stadt"/"Soziale Zentren" Bsp. Pasing, Giesing, Ramersdorf - früher Hasenbergl - den Vierteln "unter die Arme greifen". Es geht auch nicht um Hunderte von Sachen auf den Gehsteigen - doch Pflanzen, Bänke oder kleine Tische vor einzelnen Läden würden meiner Meinung nach nichts "kaputt machen". Noch als Hinweis: GreenCity-Aktionen z.B. mit der bekannten Baum-Allee werden von Anwohnern immer wieder erwünscht und als sehr positiv bewertet. Teilweise werden sogar Grünstreifen von den Anwohnern und Ladenbesitzern "patenschaftlich" bepflanzt - das sind beliebte Projekte. Und wenn daneben noch ein Postkartenständer und eine Bank mit einzelnen Produkten des Ladens steht, sehe ich darin keine "Verschandelung", sondern im Gegenteil eine förderliche Lebendigkeit eines Viertels. Ein funktionierender Stadtteil ist keine Selbstverständlichkeit - dazu tragen Anwohner, Geschäftsleute und Kreative gleichermaßen einiges dazu bei!

Kommentar Nr. 6

Dies ist ein Widerspruch

6

zu den Forderungen die inzwischen von vielen Menschen gestellt werden, daß dieser permanenten Kommerzialisierung, überall und zu jede Tages und Nachtzeit, des öffentlichen Raumes Einhalt geboten werden soll. Urbanität ist ja recht und schön, wenn aber eine Stadt nur noch dem Kommerz unterworfen wird, dann verliert sie für viele Menschen enorm an Lebensqualität.

Kommentar Nr. 7

@ greyhound

7

Es geht in dem Beitrag sondern nicht um die permanente Kommerzialisierung - das ist meiner Meinung nach ein eigener Punkt. Man sollte dort auch zwischen großen Unternehmen, die teilweise etwas mit "biegen-und-brechen" durchboxen wollen oder eben kleine inhabergeführte Firmen unterscheidenen - diesen würden kleine "Freiräume" existenziell sehr gut tun. Zudem muss ich mich z.B. als "in-ein-Viertel-zugezogener" auch entscheiden in welches Viertel ich wohnen möchte. Die Stadtteile sind sehr facettenreich - wenn ich urbanes Leben möchte und ins Gärtnerplatzviertel ziehe, darf ich mich z.B. nicht über die vorhandenen Kneipen und Bars beschwerden. Dafür ist es z.B. in Obermenzing oder Harlaching in reinen Wohngebieten umso schöner. Somit geht es bei unserem Punkt der Stärkung der Stadtteile nicht nur ums "Geschäft" (doch das sichert auch wieder Arbeitsplätze). Für viele ist Lebensqualität, wenn sie noch in einem kleinen "Tante-Emma-Lebensmittel-Laden" an der Ecke einkaufen könnten. Diese Entwicklung nimmt aber leider ab ...

Kommentar Nr. 8

Pro & Contra

8

Gewisse Regelungen auf öffentliche Flächen sind natürlich wichtig und richtig. Manchmal merkt man aber das "Kleinbürgertum". Es wird besonders in München sehr stark reguliert und Kreativität somit im Keim erstickt. Wieso hat München denn kaum noch Hinterhofwerkstätten? Wieso sehen denn die neuen Plätze wieder alle gleich aus? Ein Ladeninhaber bekommt die öffentliche Fläche vor dem Geschäft zudem nicht geschenkt - er bezahlt dafür! Man möchte als Anwohner, Einzelhändler, Gastronom oder Künstler schliesslich etwas im Viertel bewirken. Als Negativbeispiel gibt es auch Stadtteile die seitens der Stadt / dem Land mit Projekten wie "Soziale Stadt" oder den "Aktiven Zentren" wieder aufgepäppelt werden müssen. Beispiele hat auch München - siehe Pasing, Giesing, Ramersdorf - früher Hasenbergl ... somit wäre es eigentlich effektiver den Engagierten im Viertel mehr "Freiraum" zu lassen. Und wie gesagt, alles in einem fairen Rahmen - aber nicht in einem "luftabdrückenden" Korsett.

Kommentar Nr. 9

Erdgeschosse hoch genug bauen

9

Das wünsche ich mir für andere Viertel auch. z.B. für Neuperlach.
Ramersdorf-Perlach hat 104.737 Einwohnerinnen und Einwohner.
(Im Vergleich: Der Landkreis Pfaffenhofen hat 117.454 Einwohner!)
In Neuperlach gibt es kaum individuelle Geschäfte, Tagescafes, Gastronomien, Stadtteilkinos oder kreative Oasen wie Werkstätten und Ateliers.
Meine Idee ist, dass bei allen Neubauten in Ramersdorf-Perlach jedes Erdgeschoss vorsorglich so hoch gebaut wird, dass es nicht nur als Wohnung, sondern auch als Laden/Geschäft usw. genutzt werden könnte.

Kommentar Nr. 10

@Erdgeschosse hoch genug bauen

10

Ich unterstütze Ihren Vorschlag.
Bei Neubauquartiere/Stadtquartieren außerhalb des Mittleren Rings sollte die Möglichkeit mit eingeplant werden, dass sie sich als urbane Standorte entwickeln. Durch das Anwachsen der Metropolregion München und das Nachverdichten wird es eine Nachfrage nach Urbanität/Cafés/Läden in allen Stadtgebieten geben. Z. B. in Riem vermisse ich Veränderungsmöglichkeiten zu mehr Urbanität, da wären variabel nutzbare Erdgeschosszonen eine gute Idee für einen an die Zukunft anpassungsfähigen, flexiblen Städtebau.

Kommentar Nr. 11

Stadtteile stärken

11

Ich würde gerne Ihre Forderung nicht nur auf die citynahen Stadtteile, sondern auch auf den Stadtrand mit seinen ursprunglich dörflich geprägten Stadtteile ausdehnen. Denn die Lebensqualität steigt, wenn man auch fußläufig etwas besorgen kann oder am kulturellen Leben teilnehmen kann.

Kommentar Nr. 12

@fastforward

12

Ich begrüße jeden einzelnen Tisch, Stuhl und Blumentopf, der vor einem Laden steht! Das ist Leben! Viele stellen z.B. Blumen vor den Laden, weil sie einfach Freude daran haben, das Straßenbild verschönern und ent-betonisieren wollen. Aber es dauert keine 2 Tage und schon kommt ein Beamter daher zur Reglementierung und Zurechtweisung - genau das ist kein Leben sondern schier unerträgliche Bürokratie und Kleingeistigkeit. Hier in Sendling wurde auch ein Café-Besitzer und Pflanzenfreund, der schlichtweg mit wunderbar bepflanzten Blumentrögen seinen Eingang verschönern möchte, wegen 6 cm (i.W. sechs Zentimeter!) von der Stadt angemahnt und zur Entfernung der Blumen angehalten, obwohl sie absolut niemanden stören sondern ganz im Gegenteil, alle erfreuen.

Und was wäre eine Stadt ohne Straßencafé's??? Jedem, dem das nicht gefällt, möge doch bitte baldmöglichst in ein Neubau-Gebiet mit hübschen Flachdachwürfeln und einbetonierten Bäumen ziehen, da ist die sterile Welt noch in Ordnung - und die Gehsteige frei!

Kommentar Nr. 13

Infrastruktur am Stadtrand

13

Ich will ebenfalls die Ergänzung von Gaby/Kommentar Nr. 11 unterstützen. Gerade am Stadtrand, in den grünen Wohnvierteln ist eine ausgewogene und dezentrale Infrastruktur wichtig. Die fußläufige Erreichbarkeit zwingt niemand ins Auto- im Zuge des Klimawandels und des einzusparenden CO2 ein MUSS. Es macht in der heutigen Zeit keinen Sinn große Einkaufszentren vor den Toren der Stadt zu bauen und alle sind gezwungen dorthin mit dem Auto zu fahren. So kann der Verkehr nicht weniger werden. Daher mehr Geschäfte und kleine Handwerker ins direkte Wohnumfeld, dies ist die Bereicherung und bringt mehr Lebensqualität. Außerdem sind dann auch ältere Menschen länger selbstständig, wenn Artikel für den täglichen Bedarf zu Fuß erreichbar sind.

Kommentar Nr. 14

Zustimmung

14

Ich stimme dem Eintrag Nr. 11 / Nr. 13 ausdrücklich zu. Beispiel Obermenzing: Ein wunderbares Wohnviertel mit einzelnen integrierten Einkaufsbereichen mit schönen Läden - u.a. die Karwinskihöfe. Der Bereich zwischen Schloß Blutenburg und Botanischer Garten kann durch kleine Aktivitäten gestärkt werden. Die geplante Veranstaltung der Gartenflohmärkte Obermenzing für eine bessere Nachbarschaft am 4. August 2012 trägt positiv dazu bei ... www.hofflohmaerkte.de. Eine individuellere Bauplanung sollte wieder mehr Läden, Werkstätten und Ateliers - auch am Stadtrand oder den nicht so urbanen Vierteln - ermöglichen. Der Willibaldplatz in Laim hat sich zu einem schöneren Ort gemausert - oder die Heiglhofstraße in Hadern. Im Zentrum Pasing fehlt wohl leider noch eine "richtige" Vision oder Idee für das Quartier ... hier wären die Möglichkeiten durch die großen (Bau)-Veränderung eigentlich sehr vielseitig.

Kommentar Nr. 15

Irrsinn am Stadtrand endlich nicht mehr zulassen

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Sehr guter Vorschlag! Vor allem aber sollte der Irrsinn an den Stadträndern endlich aufhören. Die Shoppingcenter in Riem und Freiham sind alles andere als städtebaulich verträglich und zerstören die oben angesprochenen kleinen Teilzentren in den Stadtteilen und die alten Ortszentren im weiten Umfeld der Landeshauptstadt.

Kommentar Nr. 16

Kohle

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Dir geht es noch auch nur darum Kohle damit zu verdienen .

Kommentar Nr. 17

Hinweis der Moderation

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Liebe/r Teilnehmer/in,

bitte bewahren sie respekt. Bleiben sie trotz aller Aufregung sachlich bei der Diskussion und vermeiden Sie Provokationen.

Viel Spaß bei einer weiterhin konstruktiven Diskussion.

Viele Grüße,
Rabea Staroste (Moderation)

Kommentar Nr. 18

Stärkung ja aber...

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Auch auf die Gefahr hin als altmodisch zu gelten, möchte ich folgendes anmerken:
Bestuhlung für Cafes und ähnliches ja gerne, wunderbar, solange erstens der Platz für die Fußgänger (mit Kinderwagen) noch reicht.
Und zweitens wirklich Stühle verwendet werden und nicht Sessel und sogenannte Lounch-Möbel, die das Stadtbild unnötig voll machen. Was haben denn solche massiven Möbel im Straßenraum verloren? Diese sind hier vollkommen deplaziert und machen sich zu wichtig.
Außerdem sollten Wärmelampen und Strahler auf dem Gehweg verboten werden. Es darf nicht sein, dass im Zuge des Klimawandels und unserer Probleme mit zu viel Energieverschwendung wir auch noch den Straßenraum beheizen!